Langfristig steigen die Aktienmärkte

Langfristig steigen die Aktienmärkte

Aktienmärkte steigen langfristig, auch wenn die Crash-Propheten wieder alle sagen: „Diesmal ist es alles anders.“ In diesem Artikel erfährst du, warum ich Vertrauen in die Aktienmärkte habe.

Ein Blick in die Vergangenheit

So hat sich der S&P 500 seit den 1950er Jahren entwickelt:

S&P 500 Entwicklung bis heute
Screenshot S&P500 aus yahoo finance

Der S&P 500 umfasst die 500 größten börsennotierten amerikanischen Unternehmen. Er zählt zu den meist gehandelten und beachteten Aktienindizes der Welt. Seit der ersten Berechnung des Index in den 1950er Jahren ist der Index um 17.500% gestiegen. Mit anderen Worten: innerhalb der letzten 70 Jahren hat der US-Aktienindex das 170-Fache zugelegt, trotz Börsencrash 1987, Asienkrise 1997, Platzen der DotCom-Blase, der Finanzkrise 2007/2008 und der momentanen Coronakrise. Dazu kommen noch 2-3% Dividenden pro Jahr. (Mehr über das richtige Verhalten in einem Börsencrash kannst du hier nachlesen.)

Auch wenn es in der Vergangenheit kurzfristig zu Korrekturen oder größeren Einbrüchen an der Börse gekommen ist, haben sich die Aktienmärkte bisher langfristig wieder erholt und sind sogar von einem Höchststand in den nächsten gestiegen. Diese Entwicklung können wir nicht nur beim S&P 500, sondern auch beim MSCI World Index und sogar beim DAX beobachten.

Um zu verstehen, warum globale Aktienmärkte langfristig steigen, schauen wir uns ihre Beziehung zur Weltwirtschaft an.

Aktienmärkte und die Wirtschaft, wie ein Hund mit seinem Herrchen

Auch wenn es manchmal oder gerade jetzt so wirkt, als würde die Börse total von der Realwirtschaft losgelöst sein, langfristig ist die wirtschaftliche Entwicklung der wichtigste Einflussfaktor der Aktienmärkte. Mittelfristig hingegen, geben Psychologie der Marktteilnehmer und Geldmenge/Leitzinsen der Zentralbanken die Richtung vor.

Mir gefällt der bildhafte Vergleich von André Kostolany mit dem Beispiel Hund und dem Herrchen ganz gut. So wie das Herrchen mit seinem Hund, so gehen auch die Wirtschaft und die Aktienmärkte langfristig in die gleiche Richtung. Kurzfristig aber läuft der Hund (Aktienmarkt) mal vor dem Herrchen (Wirtschaft), mal hinter dem Herrchen.

Langfristig steigen die Aktienmärkte, da die Wirtschaft langfristig steigt

Schauen wir uns mal eine mögliche Definition der Wirtschaft an: Die Wirtschaftsleistung wird in Bruttoinlandsprodukt (BIP) gemessen. Das BIP ist die Summe aller Produktion von Waren und Dienstleistungen innerhalb eines Landes nach Abzug aller Vorleistungen.

Mit anderen Worten, um unsere Wirtschaftsleistung zu steigen, müssen wir mehr Waren produzieren und mehr Dienstleistungen erbringen.

Warum ich von einer immer steigenden Wirtschaft ausgehe und welche 2 Faktoren entscheidend sind:

Höhere Produktivität durch Innovation

Dank der Innovationskraft können wir immer mehr Produkte und Dienstleistungen in kürzerer Zeit und kostengünstiger erbringen.

Die technischen Möglichkeiten haben sich in den letzten 50 Jahren enorm weiterentwickelt.  So hat heute ein iPhone die millionenfache Rechenleistung des Bordcomputers der Apollo 11. Auch einige Taschenrechner haben in puncto Rechenleistung diesen 50-jährigen Bordcomputer bereits übertroffen. Wir können immer schneller und kostengünstiger komplexe Probleme lösen.

Keine Sorge, wir sind mit unserer Innovationskraft noch lange nicht am Zenit angelangt. Nur um ein paar Beispiele zu nennen, die in den nächsten Jahren unser Leben noch revolutionieren werden:

  • Quantencomputer können Rechenprobleme lösen, wofür klassische Computer Dekaden brauchen würden. Die Anwendungsbereiche sind sehr vielseitig. Es können nicht nur Logistik und Produktion optimiert werden. Durch Simulationen von Molekülen können auch Wirkstoffe für Medikamente und Impfstoffe schneller und kosteneffizienter gefunden werden.
  • Künstliche Intelligenz und Robotik, die den Alltag und das Arbeitsleben enorm erleichtern werden. Der Bestellprozesse bis hin zur Produktion und Lieferung an den Kunden kann völlig automatisiert werden. Unternehmen können dadurch 24/7 die Wünsche der Kunden erfüllen.
  • Mit 3D Druck können wir in Zukunft nicht nur Zellgewebe, sondern ebenso Organe und Lebensmittel drucken. Auch Häuser, Autos und viele Alltagsgegenstände lassen sich über den Drucker ressourcenschonender und klimafreundlicher herstellen. Schon heute druckt die US Firma S-Squared ein ungefähr 50 m2 großes Haus in weniger als 12 Stunden und das für nur 1800 USD.

Steigende Bevölkerungszahl

Momentan leben ungefähr 8 Milliarden Menschen auf der Erde. Bis 2050 erwartet die UNO fast 10 Milliarden Erdbewohner.

Durch das Bevölkerungswachstum steigt natürlich das Humankapital. Gleichzeitig steigt auch die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen. Das kurbelt wiederum die Wirtschaft immer mehr an.

Die steigende Nachfrage führt zu sinkenden Produktions- oder Dienstleistungskosten, Entwicklungskosten und besserer Planbarkeit für Unternehmen und Staaten. In der Betriebswirtschaft spricht man von positiven Skaleneffekten. In den 1980er Jahren kostete beispielsweise eines der ersten Handys bei der Markteinführung inflationsbereinigt über 7000 EUR. Heute kann man für einen Bruchteil des Preises ein Mobiltelefon kaufen, das nicht nur handlicher ist, sondern auch eine Kamera und einen MP3 Player integriert hat.

Mein Fazit

Die Vergangenheit hat uns gezeigt, dass langfristig die Aktienmärkte steigen.  Auch wenn Crash-Propheten wieder alle sagen, dass es diesmal alles anders ist, gibt es gute Gründe für Optimismus.

Höhere Produktivität durch Innovation und die steigende Bevölkerungszahl werden meiner Meinung nach auch in Zukunft weitere Impulse für Wirtschaftswachstum geben. Daher investiere ich in ein breit gestreutes Portfolio mit Aktien und Aktien ETFs, um langfristig von der positiven Wirtschaftsentwicklung zu profitieren.

Mehr zum Thema ETFs kannst du hier nachlesen.

Was denkst du? Siehst du die Zukunft auch so optimistisch wie ich? Hinterlasse einen Kommentar.

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